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Operation Vasaloppet |
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Der 30. März 1999 darf wohl gut und gerne als ein Wendepunkt in der jüngeren Geschichte der Langlaufabteilung gesehen werden, war er doch quasi der Anfang der „Operation Vasaloppet“.
Just an diesem Tag nutzte Walter W. Kreutner seine alten Kontakte zum Ski-klub, die er Anfang der achtziger Jahre als Berichterstatter der Rheinischen Post bei den Stadtmeisterschaften geknüpft hatte, um im vermeintlich hohen Alter von fast 50 Jahren doch noch seinen Jugendtraum vom Vasalauf zu realisieren.
Aufgrund eines Fernsehberichtes über die 75. Auflage des ältesten und bekanntesten Skimarathons der Welt Anfang März 1999 war noch einmal Hoffnung aufgekeimt, und schon der Anruf bei Rainer Krause zeigte, dass das alles kein Zufall sein konnte.
„Komisch, dass Du anrufst. Wir wollten im nächsten Jahr auch dort starten und versuchen es schon den ganzen Tag, aber irgendwie ist das Telefon in Schweden immer besetzt“ meinte Rainer Krause.
Wie sich später herausstellte war dieser 30. März bereits der allerletzte Tag
für die Anmeldungen im Jahr 2000 und wegen des Jahrtausendwechsels überschritten die Anfragen das Kontingent an verfügbaren Startplätzen diesmal sogar um ein Mehrfaches. Dennoch gelang es doch noch, am gleichen Tag mit etwas Glück und der Hilfe einer Geschäftsfreundin in Schweden Kontakt mit dem Organisationsbüro aufzunehmen und die feste Zusage für vier Startplätze zu bekommen. Voraussetzung: die Startgebühr sei innerhalb eines Tages zu überweisen.
Und so kam es, dass Rainer und Björn Krause, Horst Pelzer, Uwe Tiedtke und Walter Kreutner noch am Abend des gleichen Tages für den Vasaloppet 2000 gemeldet waren, obwohl sie sich eigentlich erste einmal nur hatten informieren wollen. |
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Auf den Weg zu einer Institution |
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Damals ahnte noch niemand, dass daraus eine dauerhafte Einrichtung im Skiklub werden würde, die sich bis heute wachsender Zustimmung erfreut, nicht zuletzt auch dank des Enthusiasmus von Walter Kreutner, der die Kunde „der Vasalauf ist machbar“ vor allem in die Kreise seiner Marathonfreunde trug. Und tatsächlich taten es in der Folge gleich eine ganze Reihe von „Langlaufneulingen“ den vier Pionieren gleich und erlebten am eigenen Leib den Flair dieser Veranstaltung und das wunderbare und gleichermaßen unbezahlbare Gefühl, nach 90 endlos langen Kilometern durch die mittel-schwedische Einöde auf die Hauptstraße in Mora einzubiegen und den
berühmten Einlaufbogen mit dem Spruch „I fäders spor för framtids segrar‘ (,‚in der Spur der Väter für zukünftige Siege“) zu laufen.
Inzwischen haben sich die Teilnehmerzahlen der Skiklubmitglieder bei etwa 10 — 12 Startern eingependelt, womit Düsseldorf zu den „größeren“ deutschen Vereinen beim Vasaloppet zählt und bei der Anmeldung inzwischen auch den offiziellen Vereinssonderstatus genießt, der ein festes Kontingent an Startplätzen garantiert, die erst im Herbst endgültig gebucht werden müssen.
Viele derjenigen, die sich ursprünglich nur für ein Jahr als Mitglied einschreiben wollten, um am Vasaloppet teilnehmen zu können, sind inzwischen doch im Verein geblieben, und auch bei dem einen Lauf ist es bei den meisten nicht geblieben.
Letzteres gilt ganz besonders für Walter Kreutner, der in diesem Jahr seinen siebten Vasalaoppet in Folge absolvierte und damit natürlich die immerwährende Vereinsstatistik deutlich anführt.
Von seinem ungebrochenen Enthusiasmus für den Vasaloppet einmal abgesehen gibt es für ihn inzwischen einen zusätzlichen Anreiz: ab zehn erfolgreichen Teilnahmen winkt eine Ehrenmedaille.
Die ist allerdings nur ein kleines Trostpflaster, denn ein anderes Ziel musste er kraft seines Alters inzwischen begraben, noch ehe er ernsthaft darüber nachdenken konnte: die Mitgliedschaft im Veteranenclub des Vasaloppets.
Denn dazu wären 30 erfolgreiche Teilnahmen erforderlich, so daß Walter Kreutner erst mit 80 in den „Club“ und damit in den Genuß, aus der 5. Startbox starten zu können, käme.

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